Viele stellen nach dem Wechsel zu WireGuard dasselbe fest: Die Geschwindigkeit ist tatsächlich höher und die Verbindung stabiler. Nach einiger Zeit merken jedoch manche, dass etwas nicht stimmt.
Obwohl sie mit einem Knoten verbunden sind, können Websites dennoch den tatsächlichen Standort erkennen oder sogar Risikokontrollen auslösen. In den meisten Fällen liegt das an einem DNS-Leak.
Viele wissen dann nicht, was zu tun ist. Im Folgenden erklären wir, was zu tun ist, wenn bei der Nutzung von WireGuard DNS-Leaks auftreten. Du lernst Schritt für Schritt, was ein DNS-Leak ist, wie man einen DNS-Leak-Test durchführt und praktische Wege, um durch WireGuard verursachte DNS-Leaks zu verhindern.

DNS ist im Wesentlichen ein „Übersetzer“ für Websites. Wenn du eine Webadresse in den Browser eingibst, fragt dein Computer zuerst einen DNS-Server: „Welche IP-Adresse gehört zu dieser Domain?“
Wenn du mit WireGuard verbunden bist, deine DNS-Anfragen aber weiterhin über dein lokales Netzwerk laufen, können Websites deine echte DNS-Quelle sehen. Die Folge:
• Websites können deinen tatsächlichen Standort bestimmen
• Streaming-Plattformen können Inhalte einschränken
• Manche Plattformen können Risikokontrollen auslösen
• Browser-Fingerprint-Ergebnisse können ungewöhnlich wirken
Das ist das, was man als DNS-Leak bezeichnet.
Methode 1: Eine Online-Seite für DNS-Leak-Tests verwenden
Nachdem du dich mit WireGuard verbunden hast, öffne den Browser und besuche eine DNS-Testseite, z. B. ein DNS-Leak-Test-Tool, eine IP-Check-Website oder eine Datenschutz-Testplattform.
Wenn die Ergebnisse Folgendes zeigen:
• Das DNS deines lokalen ISP
• DNS-Server aus deinem tatsächlichen Land
• Eine Region, die nicht zu deinem Knoten passt
Dann ist sehr wahrscheinlich ein DNS-Leak aufgetreten. Es wird empfohlen, mehrfach mit verschiedenen Websites zu testen, um die Ergebnisse zu bestätigen.
Methode 2: Mit Browser-Fingerprint-Tests kombinieren
• Manche Websites prüfen nicht nur IPs – sie analysieren auch Browser-Fingerprints, einschließlich Zeitzone, Sprache, DNS-Quelle, WebRTC, Schriftarten und Hardware-Informationen.
• Wenn DNS-Region und IP-Region nicht übereinstimmen, fällt die Fingerprint-Bewertung deutlich.
• Du kannst das ToDetect Fingerprint-Check-Tool verwenden, das eine Gesamtbewertung der Fingerprint-Umgebung liefert, um Datenschutzprobleme klarer zu erkennen.
Viele denken, dass alles in Ordnung ist, sobald sie sich mit WireGuard verbinden, aber das stimmt nicht immer. Häufige Ursachen sind:
1. DNS in der Konfiguration nicht angegeben
WireGuard erzwingt standardmäßig keine Änderung des System-DNS. Wenn in der Konfigurationsdatei keine DNS-Adresse angegeben ist, verwendet das System weiterhin das lokale DNS.
Zum Beispiel:
[Interface]
PrivateKey = xxx
Address = 10.0.0.2/24
Fehlt:DNS = 1.1.1.1, tritt wahrscheinlich ein DNS-Leak auf.
2. System-Backup-DNS-Server
Einige Systeme behalten automatisch Backup-DNS-Server bei, z. B. das DNS deines ISP, Router-DNS oder IPv6-DNS. Selbst wenn WireGuard erfolgreich verbunden ist, können diese weiterhin verwendet werden.
3. Eigenes DNS‑Verfahren des Browsers
Einige Browser aktivieren:
• DNS over HTTPS (DoH)
• Eingebaute DNS-Dienste
Diese können die DNS-Einstellungen von WireGuard umgehen und direkt externe DNS-Server abfragen.
Methode 1: DNS in der WireGuard-Konfiguration erzwingen
Füge in der Client-Konfigurationsdatei ein DNS-Feld hinzu:
[Interface]
PrivateKey = xxx
Address = 10.0.0.2/24
DNS = 1.1.1.1
• Oder das interne vom Knoten bereitgestellte DNS verwenden:DNS = 10.0.0.1
Dies ist der grundlegendste und wichtigste Schritt.
Methode 2: Vollständiges Traffic-Routing aktivieren (AllowedIPs)
• Stelle sicher, dass die Konfiguration Folgendes enthält:AllowedIPs = 0.0.0.0/0, ::/0
Das bedeutet:
• Sämtlicher IPv4-Verkehr geht durch den Tunnel
• Sämtlicher IPv6-Verkehr geht ebenfalls durch den Tunnel
Andernfalls können einige DNS-Anfragen WireGuard umgehen.
Methode 3: System- oder Browser-Backup-DNS deaktivieren
• Windows: Einstellungen des Netzwerkadapters, zusätzliche DNS-Server entfernen.
• macOS: Netzwerk → Erweitert → DNS, nicht-WireGuard-DNS entfernen.
• Browser: DoH (Secure DNS) deaktivieren.
Methode 4: IPv6 deaktivieren (häufige Leckquelle)
Viele DNS-Leaks stammen tatsächlich von IPv6. Wenn dein Knoten IPv6 nicht unterstützt, kannst du IPv6 im System deaktivieren:
• Windows: Das IPv6-Protokoll deaktivieren
• macOS/Linux: Das IPv6-Interface deaktivieren
Nach Abschluss der Einrichtung solltest du unbedingt erneut testen. Empfohlene Schritte:
• Mit WireGuard verbinden → ein privates Fenster öffnen → eine DNS-Leak-Test-Seite besuchen.
Danach mit dem ToDetect Fingerprint-Check-Tool einen Browser-Fingerprint-Test durchführen. Wenn:
• DNS-Region zur IP passt
• Fingerprint-Bewertung normal ist
• Kein lokales DNS erscheint
Dann funktioniert der Schutz.
Warum ist meine IP korrekt, ich werde aber trotzdem erkannt?
Meist aufgrund von DNS-Leaks, inkonsistenten Browser-Fingerprints, WebRTC-Leaks oder abweichender Zeitzone. In diesem Fall solltest du einen vollständigen Fingerprint-Test durchführen statt nur die IP zu prüfen.
Sind mobile Geräte anfälliger für DNS-Leaks?
Ja. Besonders unter Android, wo Private DNS aktiv sein kann oder manche Systeme DNS automatisch optimieren. Es wird empfohlen, Private DNS zu deaktivieren oder manuell zu konfigurieren.
Wie oben beschrieben, schützt WireGuard dein DNS nicht aktiv. Bei falscher Konfiguration können leicht versteckte Lecks auftreten.
Gewöhne dir an, bei jedem Wechsel von Knoten oder Gerät einen vollständigen DNS-Leak-Test durchzuführen und dies mit dem ToDetect Browser-Fingerprint-Tool zu kombinieren, um deinen allgemeinen Datenschutzstatus zu prüfen.
Am Ende ist das Verhindern von DNS-Leaks nicht kompliziert – entscheidend sind Gewohnheiten und Aufmerksamkeit für Details. Mit korrekter Konfiguration und regelmäßigen Tests bleiben die meisten WireGuard-Setups stabil und sauber, was dir mehr Sicherheit gibt.
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