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Welche Browser Fingerprints werden offengelegt? Ein Leitfaden vom User-Agent bis zu Client Hints

Welche Browser Fingerprints werden offengelegt? Ein Leitfaden vom User-Agent bis zu Client HintsbrowserdateTime2026-02-05 06:51
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Bei Website-Analysen, Anti-Scraping-Maßnahmen oder Werbekampagnen ist das Parsen des User-Agent nahezu unvermeidlich. Viele Systeme verlassen sich weiterhin auf den UA, um den Gerätetyp und die Browserversion zu bestimmen und ihn sogar als Schlüsselfaktor für Browser fingerprinting zu verwenden.

Die Probleme werden jedoch immer offensichtlicher: redundante Informationen, geringe Spoofing-Kosten und ein hohes Risiko für Datenschutz-Compliance-Probleme.

Heute erläutern wir die Unterschiede zwischen HTTP Client Hints und User-Agent, ihre jeweiligen Anwendungsfälle und ihre tatsächlichen Auswirkungen auf Browser fingerprinting, damit Sie häufige Fallstricke vermeiden.

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1. User-Agent-Parsing : Wie viele Informationen werden offengelegt?

Ein herkömmlicher User-Agent-Header sieht normalerweise so aus:

Mozilla/5.0 (Windows NT 10.0; Win64; x64) AppleWebKit/537.36 …

Auch wenn es nur eine Zeichenkette ist, enthält sie tatsächlich viele Informationen:

• Betriebssystemtyp und -version

• Browsername und -version

• CPU-Architektur

• Engine-Details

Nach dem Parsen des User-Agent kann der Server die Geräteumgebung eines Nutzers im Grunde rekonstruieren. Das ist für Statistik und Kompatibilität nützlich, hat aber klare Nachteile:

1. Hohe Dimension beim Browser fingerprinting

Der UA wird oft als wichtiger Teil des fingerprint verwendet und mit Schriftarten, Canvas und WebGL kombiniert, wodurch sich leicht ein stabiler fingerprint bilden lässt.

2. Zunehmende Datenschutzrisiken

UA-Informationen werden „passiv übermittelt“, und Nutzer können sie weder wahrnehmen noch kontrollieren.

3. Geringe Spoofing-Kosten

Crawler und Automatisierungstools können den UA leicht ändern und viele Systeme umgehen.

Aufgrund dieser Probleme hat Chrome begonnen, den User-Agent schrittweise auszumustern.

2. Was sind HTTP Client Hints?

HTTP Client Hints sind ein Mechanismus zur „Bereitstellung von Informationen auf Abruf“.

Kurz gesagt: Der Browser sendet nicht alle Informationen auf einmal; stattdessen fordert der Server das Benötigte an, und der Browser liefert es.

Häufige Client Hints sind:

• Sec-CH-UA: Browser-Marke

• Sec-CH-UA-Platform: Betriebssystem

• Sec-CH-UA-Mobile: Ob es sich um ein mobiles Gerät handelt

• Sec-CH-UA-Full-Version (hochpräzise)

Ein zentraler Punkt ist, dass hochpräzise Informationen nur zurückgegeben werden, wenn der Server sie ausdrücklich anfordert, was unbeabsichtigte Informationslecks grundlegend reduziert.

3. Wie Client Hints die Privatsphäre verbessern

• Prinzip der minimalen Offenlegung

Wenn Sie es nicht anfordern, wird es nicht bereitgestellt, wodurch die „unbeabsichtigte Offenlegung vieler Informationen“ verhindert wird.

• Reduzierte Bildung stabiler fingerprint

Verschiedene Websites fordern unterschiedliche Hints an, was Cross-Site-Tracking deutlich erschwert.

• Bessere Einhaltung von Datenschutzvorschriften

Freundlicher zu DSGVO und Grundsätzen der Datenminimierung.

Aus diesem Grund gelten Client Hints als Lösung der nächsten Generation für die Erkennung der Browser-Identität.

4. Wird der User-Agent vollständig abgeschafft?

Die Antwort: nicht kurzfristig, aber seine Bedeutung wird abnehmen. Die Realität ist:

• Altsysteme und alter Code verlassen sich weiterhin auf das User-Agent-Parsing

• Viele Drittanbieter-SDKs haben Client Hints noch nicht vollständig übernommen

• Einige Anti-Bot-Maßnahmen verlassen sich weiterhin auf UA-Merkmale

Ein derzeit sinnvoller Ansatz ist: User-Agent + Client Hints kombinieren, den UA für grundlegende Kompatibilitätsprüfungen nutzen und Client Hints für eine präzisere und konforme Geräteidentifikation.

5. Tatsächliche Auswirkungen auf Browser Fingerprinting 

Aus Sicht von fingerprinting und Risikokontrolle bringen Client Hints erhebliche Veränderungen:

• Geringere Stabilität von fingerprint

• Höhere Zugangsschwelle zu Informationen

• Rein headerbasierte fingerprint werden zunehmend unzuverlässig

Das bedeutet auch, dass viele Risikokontrollsysteme sich in Richtung mehrdimensionaler Verhaltensmerkmale + Konsistenzprüfungen der Umgebung bewegen, anstatt sich ausschließlich auf Request-Header zu verlassen.

Zusammenfassung

Rückblickend sollen HTTP Client Hints den User-Agent nicht „vollständig eliminieren“, sondern eine Grenze zwischen Privatsphäre und Funktionalität ziehen.

Langfristig ist die Ära vorbei, in der man sich ausschließlich auf den User-Agent für Geräteidentifikation oder Risikokontrolle stützt. Ob für Anti-Scraping, Risikokontrolle oder SEO-Datenanalyse – Request-Header-Informationen sollten sorgfältiger behandelt und eine Überabhängigkeit von einer einzelnen Dimension vermieden werden.

Wenn Sie intuitiver verstehen möchten, welche fingerprint-Features in der aktuellen Umgebung offengelegt werden, können Tools wie ToDetect Fingerprint Lookup eine nützliche Referenz sein und dabei helfen, Probleme schnell zu identifizieren und Ihren Ansatz zu verifizieren.

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Inhaltsverzeichnis
1. User-Agent-Parsing : Wie viele Informationen werden offengelegt?
2. Was sind HTTP Client Hints?
3. Wie Client Hints die Privatsphäre verbessern
4. Wird der User-Agent vollständig abgeschafft?
5. Tatsächliche Auswirkungen auf Browser Fingerprinting
Zusammenfassung